Seitlich von unserem Hauseingang befindet sich im Pflanztrog ein immergrüner Kirschlorbeer.
Anfang März konnte man beobachten, dass immer wieder eine Amsel mit Nistmaterial im
Schnabel in dieses Gebüsch hineinfliegt.
Nach einigen Tagen ist Ruhe im Kirschlorbeer: Die Amsel brütet.
Nach etwa 14 Tagen, wenn die Amsel ihr Nest für kurze Zeit verlassen hat mache ich ein
erstes Foto vom Nestinneren: Es liegen zwei Eier darin!
Die Männchen sind schwarz gefärbt und haben einen gelben Schnabel. Das Gefieder der
Weibchen ist größtenteils dunkelbraun.
Etwa 50 Meter von unserer Terrasse entfernt wachsen drei Tannen. In der Baumspitze
der höchsten Tanne fliegt bei Einbruch der Dämmerung auf den höchsten Ast eine
Amsel und beginnt mit ihrem wohlklingenden Gesang.
Eine kurze Videosequenz vom Amselgesang habe ich bei Beginn der Abenddämmerung im Videomodus
unserer Digitalkamera aufgenommen. Diesen Abendgesang
des Männchens können sie sich ansehen
und auch anhöhren, wenn sie als Leser die Lautsprecher an ihrem PC eingeschaltet haben.
Zwei noch nackte Vogelkinder sind deutlich zu erkennen. Ihre Augen sind noch nicht entwickelt.
Außer den beiden sind aber noch weitere Körperteile zu sehen.
Ein Foto mit Blitzlicht könnte mehr Klarheit bringen. Unter dem Köpfchen liegt ein drittes Junges.
Dann sieht man noch ein kleines Köpfchen am unteren Nestrand. Könnten es etwa vier Junge sein ?
Einen oder zwei Tage nach dem Foto mit den zwei Eiern hat die Amselmutter noch zwei weitere Eier
ins Nest gelegt.
Zwei Vogelkinder sind deutlich kräftiger als die anderen beiden. Das dritte Köpfchen ist auch
zu erkennen, während vom vierten nur ein Teil des hinteren Körperteils zu sehen ist.
Bei genauerem Hinsehen sieht man vom vierten Vogelkind die gelbe Schnabelspitze etwas
unterhalb des dünnen Zweiges am Nestrand links unten.
Es sind also insgesamt vier Junge im Nest.
Alle vier Vogelkinder haben sich gut entwickelt sind wohlauf. Die Federbildung an den Flügel beginnt.
Mit einer Schnabelattrappe, hergestellt aus einer Pinzette, versuchen wir
die jungen Vögel im Nest mit einem Regenwurm zu füttern.
Die vier Nestlinge ducken sich und merken, dass hier was nicht stimmt. Bewegungslos verharren
sie bis sie den Anflug ihrer Mutter wahrnehmen. Mit einer Teleeinstellung an der Kamera
gelingt mir das folgende Foto: Die Vogelmutter hat einen kleinen grauen Wurm im Schnabel
und füttert damit das jüngste Vogelkind:
Bei allen vier Vogelkindern wird die Federbildung immer deutlicher.
Die Jungvögel werden größer. Langsam wird es etwas eng im Nest.
Zwei der vier Jungvögel haben sich enorm entwickelt.
Der kräftigste Jungvögel fliegt als erster aus dem Nest. Nach zwei Minuten flattert er von
Treppenstufe zu Treppenstufe höher. Die Vogelmutter lockt ihn in das nahe Gebüsch seitlich
am Treppenaufgang.
Der dritte Jungvogel sitzt am Nestrand und schaut sich die Umgebung an.
Dann wird mit den Flügel kräftig geflattert.
Fünf Stunden später fliegt er los und landet sicher vor unserem Hauseingang.
Das Nesthäkchen verbleibt noch Nest.
Aber am nächsten Tag fliegt auch er los und landet am Trogrand.
Das Nest ist nun leer.
Wir sind sehr froh, dass beide Vogeleltern in kurzen Zeitabständen von wenigen Minuten
ihre Jungen gefüttert haben und alle vier Jungvögel flugfähig ihr Nest verlassen konnten.
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